Großstadtlegenden T1

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Großstadtlegenden T1 wurde erstellt von Lyubov

Krasnodarer Großstadtlegenden. Teil 1
Krasnodar wurde 1793 gegründet und hat in seiner mehr als zweihundertjährigen Geschichte viele Legenden und Mythen erworben. Geister, Hexen, unterirdische Gewölbe und vermisste Leute - dies ist erst der Anfang der Liste der geheimnisvollen Geschichten von der Stadt.
Wandernder Dichter
Im Jahr 1999 feierte die Region Kuban den 200. Jahrestag des Genies der russischen Dichtung – Alexander Puschkin. Der Höhepunkt des Festivals war die Eröffnung des Puschkin-Denkmals auf dem gleichnamigen Platz im Stadtzentrum. In der Nähe vom Gebäude der gleichnamigen Regionalbibliothek wurde ein Bronzedenkmal für den Dichter aufgestellt.
Die anmutige Bronzefigur von Puschkin wurde zu einer echten Dekoration der Stadt. Der Puschkin-Platz ist einer der beliebtesten Orte für Treffen der Stadtjugend, und das Denkmal wurde sehr bald ein fester Bestandteil des Stadtlebens. Und hier begannen die Kuriositäten...
Die Leute fingen an, zu erzählen, dass die Statue von Puschkin von Zeit zu Zeit von ihrem Sockel verschwand. Zum Beispiel als ein Mann spät nachts nach Hause ging, war er überrascht, dass sich nichts auf dem Sockel befand. Meistens dachten die Leute, dass die Statue zur Reparatur geschickt wurde, aber am nächsten Tag war Puschkin immer da. Die Beweise für das Verschwinden des Denkmals kamen von ganz verschiedenen Personen - einem Putzmann, einem Nachttaxifahrer, und sogar einem Polizisten auf der Krasnaja Straße. Die Geschichten der Menschen hatten immer etwas gemeinsam: ein häßliches Wetter. An dem Tag, als der Sockel des Denkmals leer war, gab es immer Regen oder Schneesturm.
Die Augenzeugen sagen, dass der Bronzedichter mit anderen Schriftstellern und Künstlern plaudern mag. Er wurde erwischt, als er sich mit der Statue des Malers Ilja Repin unterhielt, die ganz in der Nähe steht, und mit einem Denkmal für den ukrainischen Schriftsteller Taras Shewtschenko, das sich an der Kreuzung der Straßen Stawropolskaja und Shewtschenko befindet.
Verfluchte Straßenbahn
Straßenbahnen fahren seit Dezember 1900 in Krasnodar. Seit mehr als 100 Jahren befördert die Straßenbahn in der Stadt Krasnodar mehr als zehn Millionen Fahrgäste. Allerdings haben nicht alle die Endstation erreicht.
Eine mysteriöse schwarze Straßenbahn wurde im Bezirk Pashkowski, neben dem Radio-Werk und dem Gorki-Park, in der Nähe von Sennoj-Markt gesehen. Und immer passierte alles auf die gleiche Weise - die Leute verbrachten viel Zeit (manchmal mindestens eine Stunde) und standen vergeblich am Abend an einer Haltestelle und begannen, Straßenbahnen zu verfluchen, Schaffner und Fahrer zu schelten. Und sofort fuhr der Wagen fast geräuschlos zu dem Mann an der verlassenen Haltestelle, nahm den verspäteten Reisenden auf und fuhr ihn ins Nirgendwo.
Man sagt, dass einer der Stadtbewohner einmal eine Beschwerde an die Leitung des Verkehrsamtes geschrieben hat. Der Mann beklagte sich, dass die Straßenbahn am Abend ins Depot fuhr, eine Minute lang an der Haltestelle stand und, ohne die Türen geöffnet zu haben, wegfuhr. Der Bürger forderte, den Fahrer zu bestrafen. Er gab die Nummer des Wagens an. Der aktive Stadtbewohner hatte keine Ahnung davon, wem er an diesem Abend entgangen war. Die Beschwerde wurde im Depot geprüft und man stellte fest, dass die Straßenbahn mit dieser Nummer bereits in den frühen 80er Jahren storniert wurde und der Fahrer in Rente ging.
Die Leute bemerkten, dass jedes Mal, wenn eine mysteriöse Straßenbahn herumgeistert, ein Unglück passiert. Im 21. Jahrhundert wurde die schwarze Tatra (das Modell der gespenstigen Straßenbahn) zweimal gesehen. Dutzende Bürger bemerkten die Straßenbahn am 11. September 2001. Das zweite Mal wurde sie am 26. Mai 2016 gesehen. Am nächsten Tag flog der Fußballverein „Kuban“ aus der Premier League.
Hexe
Der Allerheiligenfriedhof wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts angelegt. Die Fläche des Friedhofs beträgt ca. 18,5 Hektar. Rechnerisch sind dort 1,2 bis 2 Millionen Menschen begraben. Es gibt viele Gräber, aber eins zeichnet sich von dem Hintergrund ab. Dies ist ein ganzer Grabkomplex mit einem Grabstein in Form einer Säule mit einem Kapitell, einer Steinbank, Stufen und einer Steinveranda.
Die reiche Bewohnerin von Krasnodar Marfa Turishcheva kam nach der Beerdigung nicht zur Ruhe. Die Einwohner von Krasnodar erinnern sich noch immer an sie und erzählen mystische Geschichten über die Verstorbene und ihr Grab. Fans der Mystik besuchen den Grabstein immer häufiger, um sich etwas zu wünschen.
Von Zeit zu Zeit sieht man die Geister nebenbei. Man erzählt sich, dass Martha selbst oder eine alte Frau in Schwarz dort regelmäßig in Sicht kommt. Und das ist gar nicht überraschend, denn der Grabstein sieht sehr bedrohlich aus, weil das Gesicht auf dem Foto zerkratzt ist und nur ein Datum auf dem Stein Stein. Während ihres Lebens beschäftigte sich Marfa Turishcheva häufig mit Okkultismus und praktizierte spiritistische Sitzungen. Dafür benannten die Einheimischen sie eine Hexe zu.
Fortsetzung folgt…
Letzte Änderung: 2 Jahre 3 Wochen her von Lyubov.
2 Jahre 4 Wochen her #62

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