Das Zentrum für moderne Kunst „Tipografia“

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Während meiner letzten Reise nach Karlsruhe habe ich endlich das Zentrum für Kunst und Medien besucht. Das ZKM hat mich ehrlich gesagt beeindruckt. Ich bin noch nie in so einem Zentrum gewesen. Die Ausstellung war außergewöhnlich. Sie regt zum Nachdenken an und erzeugt Zweifel. „Das ist, wie die moderne Kunst wirken soll“ – ist mir eingefallen.

Die moderne Kunst wird in Russland von den lokalen Zentren und Mäzenen unterstützt. Die sogenannten Patrone finanzieren die Ausstellungen und die Museen, wie zum Beispiel das Zentrum für moderne Kunst „Zarya“ in Wladiwostok und das Museum „Garage“ in Moskau. In Krasnodar funktioniert auch seit 2012 das Zentrum für moderne Kunst „Tipografia“, das von den lokalen Patronen finanziert wird.

Der Name „Tipografia“ kommt von der Lage des Zentrums. Es wurde am Ort des ehemaligen Verlags „Sowjetische Kuban“ eröffnet (Tipografia bedeutet auf Russisch „die Druckerei“). Die Gründer des Zentrums waren der Mäzen Nikolaj Morozov und die Kunstgruppierung „ZIP“. Die Gruppierung „ZIP“ vereint die Künstler Stepan und Vasilij Subbotin und Evgenij Rimkevich, die aktiv die Kunst in Krasnodar entwickeln. Zu ihrer Tätigkeit gehören die Ausstellungen rund um die Stadt, die Bildungsprogramme und die Verschönung der Stadt mit den Kunstwerken.

Nach der Gründung hat das Zentrum mehr als 100 Ausstellungen organisiert. Die Ausstellungen wurden sowohl von Künstlern aus Krasnodar, als auch von Personen aus anderen russischen Städten und sogar aus dem Ausland gestaltet.

Die Bildung ist noch ein Bereich, in dem „Tipografia“ tätig ist. Seit vielen Jahren funktioniert im Zentrum das selbsternannte Institut für moderne Kunst. Am Anfang hat die Gruppierung „ZIP“ einfach die Vorlesungen durchgeführt. Heutzutage arbeitet das Institut mit Europäischen und Moskauer Organisationen und Künstlern sowie mit regionalen Kunstgemeinschaften in Russland zusammen.

Ein interessantes Programm wurde 2017 von „Tipografia“ realisiert. Der deutsche Künstler Detlef Schlagheck und Leonid Kharlamov haben die Deutsche Akademie der Künste in Krasnodar (DAKK) geschaffen. In zwei Wochen haben sie das Bildungsprogramm der deutschen Kunsthochschule modelliert. Nach dem Abschluss haben die Absolventen an der Ausstellung teilgenommen. Das Projekt wurde von dem Goethe-Institut in Moskau unterstützt.

Die Tätigkeit des Zentrums ist vielseitig. Wenn man durch Krasnodar spaziert, sieht man an den unterschiedlichen Orten die Kunstobjekte. Eine große Welle, die aus eintausend Metallplatten besteht, befindet sich heutzutage im Tschistyakovskij Park. Das Objekt heißt „Draped Data“, es wurde von Wladimir Omutov geschaffen. In einem anderen Park neben dem Markt wird die Skulptur „Die Birken“ aufgestellt. Das wurde von Viktor Linskij erzeugt. Ein Werk von Michail Smagluk, das „Point“ heißt, befindet sich an der Kuban Küste.

„Tipografia“ engagiert sich für die Entwicklung der Kunst in Krasnodar stärker und erfolgreicher als jede andere Kunstgemeinschaft in der Stadt. Die Ausstellungen sind auffällig und vielfältig, die Kunstobjekte verbessern die Stadtansicht. „Tipografia“ setzt sich dafür ein, die neue kulturelle und intellektuelle Gesellschaft zu schaffen. Das Zentrum ist von großer Bedeutung für die Entwicklung der Kunst in Krasnodar.

Anastasia Trufanova
2 Jahre 7 Monate her #67

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