ZIP

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ZIP wurde erstellt von Lyubov

In den 1950er und 1960er Jahren ist in der Näher der „Fabrik der Messgeräte“ (russ. Завод измерительных приборов (ЗИП)) ein ganzer Bezirk entstanden. Aber nur wenige kennen die Geschichte davon. Die Fabrik der Messgeräte in der Stadt Krasnodar wurde 1939 gegründet und spezialisierte sich auf die Entwicklung und Herstellung von Prüf- und Messgeräten. Die Zahl der Mitarbeiter der Fabrik erreichte in den 1980er Jahren 14 Tausend Menschen. Die Fabrik ist derzeit geschlossen, aber der gesamte Bezirk, der sich von der 40-Letija Pobedy-Straße bis Solnetschnaja-Straße erstreckt, hat seine ursprüngliche Architektur und sowjetische Atmosphäre bewahrt.@kizilpasha, ein junger Historiker, der sich für die Sowjetzeit der Geschichte unserer Stadt interessiert, führt faszinierende Exkursionen durch den „ZIP”-Bezirk durch. @kizilpasha hat uns viele Geschichten über dieses Viertel, seine Rätsel und Geheimnisse erzählt.Sie können dieses Gebiet zu Recht als das sowjetischste bezeichnen, denn dort ist die sowjetische Architektur in ihrer ursprünglichen Form erhalten geblieben. Über die Mekhanicheskaja-Straße gelangt man in das Deutsche Viertel, das in den 1950er Jahren wiederaufgebaut wurde. Für die Architektur dieser Zeit ist es nicht nur für Krasnodar, sondern für die gesamte UdSSR wirklich einzigartig.Laut einer der an den weitesten verbreiteten Versionen kehrte jemand von der Geschäftsführung der Krasnodarer „Fabrik der Messgeräte“ nach seiner DDR-Reise, wo er sich von traditioneller deutscher Architektur inspiriert wurde, mit einer Idee zurück, ähnliche Häuser in Krasnodar zu bauen.So wurde unweit des „ZIP”-Bezirks ein ganzer Block im deutschen Stil für die Arbeiter der Fabrik gebaut. Jedes Haus hat 4 Wohnungen. Leider haben viele Häuser inzwischen ihr ursprüngliches Aussehen verloren. Aber die Atmosphäre ist trotzdem geblieben - einige Bewohner kümmern sich um ihr einzigartiges Zuhause und restaurieren es.@kizilpasha hat uns durch die Nachbarschaft geführt, die wunderschönen Mosaiken gezeigt, die in der Nachbarschaft verstreut sind (Fotos anbei). Mosaike wurden nicht nur als Dekoration für die Architektur aus der Sowjetzeit geschaffen, sondern auch als Propagandaplakate. Die Mosaiken sollten die sowjetischen Arbeiter zu harter und gewissenhafter Arbeit motivieren. So sieht man an manchen Enden der Gebäude der ehemaligen „Fabrik der Messgeräte“ schlecht erhaltene Inschriften: "Fünfjahresplan auf 4 Jahre!", "Frieden, Arbeit, Mai!"Heute befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Fabrik ein riesiger Kunstraum. In den ehemaligen Werkstätten findet man Fotostudios, Tonstudios, Skateparks, Nachtclubs und Cafés. Alle Kreativstudios kommen in den ehemaligen Läden des ZIP zusammen und kreieren gemeinsame Projekte.Auf dem Territorium der ehemaligen „ZIP” befindet sich auch das berühmte krasnodarer Museum für moderne Kunst "Typografie". ( forum.krasnodar-karlsruhe.de/index.php/f...-kunst-tipografia#67 )@kizilpasha führt viele Exkursionen zu sowjetischen Orten in Krasnodar durch, über die er regelmäßig auf seinem Blog und auf Instagram schreibt, wo er mit diesem Benutzernamen zu finden ist. Der junge Historiker öffnet die Stadt aus einer neuen Perspektive. Er stellt Krasnodar und seine Bewohner neu vor.
1 Monat 4 Tage her #4778

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